Mykyta ging in den Widerstand und wurde Krankenpfleger

Am 24. Februar sollte mein Wecker um 6 Uhr morgens für ein Fotoshooting klingeln. Ich bin aber bereits um 5 Uhr durch eine Explosion aufgewacht. Es ging los. Ich hatte drei anstrengende Drehtage hinter mir. Ich hatte kaum geschlafen und wurde zuerst überhaupt nicht wach. Ich hatte vor, mich am Wochenende auszuruhen. Jetzt arbeite ich freiwillig als Krankenpfleger im „Hospitaller“ in Kyjiw. Auch wenn es nicht viel zu tun gibt, bekommen wir wenig Schlaf.

Unser Körper und der Geist kommen schön langsam in den Widerstandsmodus und man muss sich seine Energie irgendwo herholen. Manchmal kommt es mir noch wie ein Alptraum vor, aus dem ich aufwachen werde, aber dann realisiere ich, dass wir es nur gemeinsam da rausschaffen können.

Quelle: Leute von Kyjiw