Jaryna Wyschenska ruft die Bewegung „Sylni“ („die Starken“) ins Leben, um Opfern von Vergewaltigungen durch russische Truppen zu helfen

Jaryna arbeitet als Kommunikationsspezialistin; sie betreibt ihre eigene Agentur und macht ihr Wissen bekannt. Vor einigen Jahren reiste sie durch die Ukraine und hielt Vorträge über Sexualerziehung. Am 24. Februar waren das Mädchen und ihr Partner im Winterurlaub in der Türkei, als sie von der russischen Invasion und später von den Vergewaltigungsverbrechen des russischen Militärs erfuhr. Das Mädchen konnte über ihren Schock nur in Posts sprechen. Ihre Reaktion wurde immer deutlicher: Menschen schrieben persönliche Mitteilingen, teilten Beiträge und erzählten ihre eigenen Geschichten. Jaryna beschloss zu handeln.

Zunächst kündigte das Mädchen eine Spendenaktion an, um den Vergewaltigungsopfern zu helfen. In vier Tagen sammelte sie eineinhalb Millionen Griwna. Sie setzte sich mit den NRO in Verbindung und entwickelte einen Arbeitsplan. Das Projekt „Sylni“ besteht derzeit aus vier Komponenten: finanzielle, psychologische und rechtliche Hilfe sowie Unterstützung bei der Verbreitung von Informationen über Vergewaltigungen in den Medien. Die Hauptaufgabe besteht darin, die Opfer sexueller Gewalt zu ermutigen, über die von Russen an ihnen begangenen Verbrechen zu sprechen.