Filmregisseur Oleh Senzow schließt sich den Reihen der territorialen Verteidigungskräfte an

Im Jahr 2014 wurde Oleh Senzow unrechtmäßig zu einer mehrjährigen Gefängnisstrafe in Russland verurteilt. Wegen seiner Teilnahme an Protesten gegen die Besetzung der Halbinsel Krim war ein Schauprozess gegen ihn inszeniert worden. Als berühmtester politischer Gefangener der Ukraine verkörperte Senzow den Kampf der Menschen gegen das Regime.

Als der Regisseur im Jahr 2019 bei einem Gefangenenaustausch freikam, nahm er die Arbeit an seinem zweiten Kinofilm „Rhino“ wieder auf. Das Krimidrama, das die kriminelle Unterwelt der 1990er-Jahre beleuchtet, erlebte eine Woche vor der großangelegten Invasion in den ukrainischen Kinos seine Premiere. Bereits in den ersten Tagen des Krieges schloss sich Oleh den territorialen Streitkräften an, um Kiew zu verteidigen. Unterdessen werden auch Kinogänger in Deutschland, Frankreich und Italien „Rhino“ demnächst auf der großen Leinwand sehen können.