Die Journalistin Oksana, der Fotograf Sascha und ihre Katze gingen 22 Kilometer vorbei an russischen Kontrollpunkten, um aus dem besetzten Butscha zu flüchten

Butscha befindet sich 25 Kilometer von Kyjiw entfernt. Diese einst gemütliche Stadt hat den ersten schweren Schlag der russischen Besatzung abbekommen. Auf dem Weg nach Kyjiw zerstörten die Besatzer rücksichtslos Häuser, Straßen und töteten Einwohner. Oksana und ihr Partner Sascha verbrachten fast 11 Tage in einem Luftschutzkeller. Genau dort, unter dem Lärm des Beschusses, beschlossen sie, zu heiraten. Bei der erstbesten Gelegenheit vereinigten sie sich mit ihren „Nachbarn“ und entschieden sich, zu Fuß in unbesetztes Gebiet zu gehen. Sie gingen über 22 Kilometer ohne Waffen, Schutz oder Militärbegleitung, nur mit weißen „Friedens“-Armbinden.

„Wir sind jetzt in Sicherheit. Es ist schwer, sich an die Tatsache zu gewöhnen, dass wir uns an einem normalen Ort und nicht in einem Keller befinden. Es scheint, als würden wir bald aufwachen, und alles war nur ein Traum, und wir sind immer noch da.“

Quelle: Zaborona