Bewohner des Dorfes Dymer stahlen einen russischen Tankwagen und abesaugten Gas für ein Krankenhaus

In den ersten Tagen des russischen Einmarschs ging eine Bewohnerin des Dorfes Dymer in der Kyjiwer Oblast in die Vororte, um die Situation zu ermitteln. Switlana sah einen russischen Tankwagen mit einem platten Reifen. Der Schlüssel steckte im Zündschloss, und so entschied das Mädchen, sich hinter das Steuer zu setzen und den Lkw auf ein Feld zu fahren. Dort rief sie ihren Nachbarn Walentyn Hryschtschenko um Hilfe, und der fuhr den Lkw abseits der Straße.

Der Mann versteckte den Lkw in den Büschen. Zunächst wollte er das Fahrzeug der Besatzer in Brand setzen. Doch nach einiger Überlegung beschloss er, das Benzin einem örtlichen Krankenhaus zu spenden. In der Stadt gab es keinen Strom, und im Krankenhaus gab es viele Verletzte. Das Gas reichte für mehr als eine Woche. Als die Kyjiwer Oblast befreit wurde, übergab der Mann den Lkw an die ukrainischen Verteidiger. Er ist froh, dass er auf diese Weise erst die Ärzte und jetzt die Truppen unterstützen konnte.