Anna Timtschenko aus der zerbombten Stadt Butscha gebar in einer Wohnung ohne Licht, Wasser, Gas, Wärme, Schmerzmittel und Ärzte

Die Frau sollte in einer Kyjiwer Entbindungsklinik entbinden. Doch als die Russen mit der Bombardierung der Stadt begannen, weigerte sie sich zusammen mit ihrem Mann und ihrem Bruder, zu Annas Eltern in die Hauptstadt zu fahren. Bald mussten sie sich ständig im Keller verstecken. Es gab Probleme mit der Kommunikation und der Stromversorgung, und dann erzählte Anna ihrer Mutter, dass ihr das Essen ausgegangen sei.

Doch am 8. März brachte sie ein Mädchen zur Welt — zu Hilfe kamen drei Nachbarn, mit denen sich die junge Mutter in einem Unterstand befand. Annas Mann schnitt die Nabelschnur durch. Das Mädchen wurde Alice genannt. Die ganze Geschichte des Babys wird von der Großmutter erzählt, die für einen grünen Korridor für Butscha betet, damit ihre Tochter und ihr Mann mit dem Kind wenigstens nach Kyjiw und dann nach Transkarpatien fahren könnten.