DIEWELTRUFTNACHFRIEDENFÜRDIEUKRAINE

Die Welt hält den Atem an, untröstlich, nachdem Russland seine großangelegte Invasion in die Ukraine am 24. Februar 2022 um 5 Uhr morgens gestartet hat. Russland setzt seinen seit 2014 andauernden achtjährigen Krieg gegen die Ukraine im Herzen Europas fort.

Die Bevölkerung sucht Schutz in Bunkern oder U-Bahn-Stationen, mehrere zehn Millionen sind aus dem Land mit einer Hoffnung, künftige Generationen zu schützen, nach Polen, Rumänien oder Moldau geflohen und haben ihre Väter, Brüder, Söhne, Cousins, Onkel und Freunde zurückgelassen. Andere haben beschlossen, in der Ukraine zu bleiben oder dorthin zurückzukehren, um für das zu kämpfen, woran sie gemeinsam glauben: Freiheit und Demokratie.

Doch Ukrainer sind nicht die Einzigen, die für Demokratie eintreten, der Ruf nach Frieden und Freiheit ist sehr laut und deutlich aus der ganzen Welt zu hören. Prominente, Zivilpersonen und Unternehmen auf der ganzen Welt unterstützen sie und fordern unter #StandWithUkraine, dass Wladimir Putin, der russische Präsident, zur Verantwortung gezogen wird und diesen unnötigen Krieg beendet. Auch in Russland sind Proteste ausgebrochen. Tausende von Russen stellen sich gegen Putin und gegen den Krieg und fordern den Abzug der Truppen aus dem ukrainischen Territorium.

Viele haben ihre Familien und Freunde in der Ukraine gefragt, wie sie helfen können, und hier ist, was sie sagen:

“Wenn ihr Freunde, Kollegen, Bekannten in Russland oder Belarus habt, bitte erzählt ihnen, was in der Ukraine passiert. Sagt ihnen die Wahrheit, die sie nicht kennen. Sagt ihnen, dass die Ukraine durch Russland aus allen Seiten angegriffen wird.
Bitte streitet nicht, reagiert auf Provokationen nicht, beweist nichts, wichtig ist nur die Wahrheit. Wir wollen nur, dass sie wissen, was wirklich passiert.
Dafür braucht ihr einen direkten Zugang zu den Menschen aus Russland und Belarus. Schreibt keine Nachrichten im Internet, sie erreichen nicht. Nur direkte Mensch-zu-Mensch-Nachrichten können etwas ändern.
Information ist Macht, und sie liegt in den Händen von jedem von uns.
Wir wollen kein Konflikt, wir wollen keine Debatten oder Streit.
Wir wollen nur eine Sache – Frieden. Frieden für die ganze Welt, Frieden für jeden. Frieden für die Ukraine.
Und ich möchte mich bei euch für alle Unterstützung und Hilfe, die wir jetzt aus der ganzen Welt bekommen, ganz herzlich bedanken.
Ein Bürger aus Kyiv”.

Nach diesen Botschaften ertönte in sozialen Netzwerken und auf den Straßen der Ruf nach Frieden für die Ukraine.
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Soziale Netzwerke wurden voll mit Protestzeichen mit dem berühmten schwarzen Quadrat, inzwischen sprachen sich Prominente und andere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens gegen Putins Invasion in die Ukraine aus.

„Die Geschichte sah viele Schwarze Donnerstage. Aber der heutige ist dunkler als die anderen“, so der beste Schachspieler Russlands, der Schachgroßmeister Yan Nepomniachtchi in seinem Twitter.

“Ich stehe zur Ukraine”, so der Schauspieler Ashton Kutcher in seinem Twitter, dessen Ehefrau, die Schauspielerin Mila Kunis, in der westukrainischen Stadt Tscherniwzi geboren wurde.

Greta Thunberg erinnert uns vor der russischen Botschaft in Schweden an die Macht, die jeder Einzelne haben kann, in einer Unterstützungsaktion für die Ukraine. „Wenn genügend Menschen zusammenkommen, wird sich etwas ändern, und wir können fast alles erreichen. Anstatt also nach Hoffnung zu suchen, fangen Sie an, sie zu schaffen“.

Die Welt teilt ihr Mitgefühl und ihre Wut, und wer kann, beteiligt sich an den Spendensammlungen verschiedener Verbände und macht damit auch auf die Geschehnisse in dem Land aufmerksam.

Madonna hat sich in den sozialen Netzwerken durch einen von ihr erstellten Clip geäußert, in dem sie Putin mit Hitler vergleicht und die Beendigung des Krieges fordert. „Russlands sinnloses und gieriges Treiben muss gestoppt werden!! Bitte senden Sie humanitäre Hilfe, um den Millionen von Ukrainern zu helfen, deren Leben beeinträchtigt wird“.


Auch die Welt des Sports hat sich in bemerkenswerter Weise engagiert, der Goalkeeper von FC Chicago Fire Gaga Slonina zeigt seine Unterstützung für die Ukraine: „Für Krieg ist kein Platz auf der Welt. Familien sind die Opfer. Liebe und Frieden. Wir sind mit euch, Ukraine“, sagt er in einem Twitter-Post.

„Krieg ist die Hölle.“ Wir sind uns alle einig, vom Jüngsten bis zum Ältesten, vom Schwächsten bis zum Stärksten, vom einfachsten bis zum einflussreichsten Menschen, und wir alle beten für eine Sache – für den Frieden. Wir tragen ihn in unseren Herzen, in unseren Köpfen, wir sagen ihn laut, überall auf der Welt, in allen Sprachen ist das Wort, das uns umgibt, FRIEDEN.

“Bitte betet für Frieden, bitte schickt Licht”, schrieb Amber Valletta, das amerikanische Model und Schauspielerin, in ihrem Instagram-Account.

Hollywood steht ebenso zur Ukraine, Lady Gaga, Brian Cox, Andrew Garfield und Michael Douglas demonstrierten ihre Unterstützung bei SAG Awards 2022.

„Dies ist ein wunderschöner Abend, an dem wir alle gemeinsam die Kunst feiern und uns gegenseitig feiern können. Es ist so viel los auf der Welt und mein Herz schlägt für die Ukraine. Ich denke, heute Abend sollten wir alle in Dankbarkeit zusammensitzen.“, so Lady Gaga.

Der Schauspieler Michael Douglas, der ein blau-gelbes Einstecktuch trug, das an die ukrainische Flagge erinnerte, schloss sich ihren Worten an. „Wenn es jemals eine Zeit gab, in der wir zu schätzen wussten, was wahre Demokratie ist, dann bin ich so stolz auf das, was die Menschen in diesem Land getan haben“, so Douglas.


Auch Andrew Garfield drückte seine Gedanken zur Invasion aus: “Es ist ein schwieriger Tag zum Feiern. Wir müssen das, was in der Ukraine passiert, in unseren Herzen behalten. Es ist seltsam.”

Tausende schließen sich aut Guardian den Anti-Kriegs-Protesten in Russland nach der Invasion in die Ukraine an, doch wird unser Ruf nach Frieden gehört werden?